Montag, 17 Dezember 2018 08:30

Team Sahra - Für einen Frühling der sozialen Proteste

Weihnachten steht vor der Tür. Gerade in dieser Zeit macht die Nachricht betroffen, dass die Armutsquote in unserem Land auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung ist! Umso wichtiger ist es, nach vorne zu schauen. Mein Vorschlag: ein Frühling der sozialen Proteste!
Vorab noch eine wichtige Information: Die Aufstehen-Webseite ist aktuell nur unter aufstehenbewegung.de erreichbar. Bitte gebe dies auch an Freund/innen und Kolleg/innen weiter. Danke!

Trauriger Rekord: Höchste Armutsquote seit der Wiedervereinigung
Rund 13,7 Millionen Menschen müssen in Deutschland in Armut leben. Weder Bildung noch Arbeit schützen davor. Das hat der Paritätische Wohlfahrtsverband analysiert. Die Zahlen:
  • Fast drei Viertel der ab 25-jährigen Armen haben ein mittleres oder sogar hohes Qualifikationsniveau.
  • Ein Drittel der erwachsenen Armen ist erwerbstätig
  • Jeder vierte arme Erwachsene ist in Rente oder Pension.
  • Jedes fünfte Kind muss in Armut aufwachsen.
Ich finde: Wenn weder Bildung noch Arbeit vor Armut schützen, dann hat der Staat versagt. Alternativen sind nötig. Wichtige Sofort-Forderungen sind eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro, mehr Unterstützung für Alleinerziehende und Familien sowie die Stärkung der gesetzlichen Rente.
Mein Zitat zum Armutsbericht gibt es hier als Bild zum Weiterverbreiten:
 
Für einen Frühling der sozialen Proteste!
Die Sammlungsbewegung #Aufstehen gibt es nun schon seit über 100 Tagen. Ich finde: Unsere Bilanz kann sich sehen lassen! Über 167.000 Menschen haben sich uns angeschlossen, gemeinsam organisieren wir uns in regionalen Gruppen und wir waren bereits mit ersten Aktionen auf der Straße!
Klar ist auch: Wir wollen noch mehr und noch stärker werden. Mein Ziel ist ein Frühjahr der sozialen Proteste. Vielleicht auch mit Aktionen vor dem Kanzleramt. Denn für einen sozialen Neubeginn, braucht es Druck von der Straße. Nötig ist Gegenwehr der Menschen, die seit Jahren von den Regierungen im Stich gelassen werden.
Die ‘Gelbwesten’ in Frankreich können hier in vielerlei Hinsicht ein Vorbild sein. Dazu ist von mir gestern ein Kommentar in der Frankfurter Rundschau erschienen.
Revolte gegen die Reichen
Außerdem habe ich zu diesem Thema bei heute plus ein Interview gegeben. Und auch bei meinem ARD-Weihnachtsmarkt-Interview (‘Politik mit Punsch’) habe ich dazu Fragen beantwortet.
Herzliche Grüße
Sahra Wagenknecht
Gelesen 2444 mal Letzte Änderung am Sonntag, 03 März 2019 04:08