Jubiläumsveranstaltung des Vereins "aufpASSEn" e.V.

aufpASSEn250x349Heike Wiegel am 6. Okt.201815 Jahre Verein "aufpASSEn" e.V.
Seit über 50 Jahren Atommüll
im ehemaligen Salzbergwerk Asse II -
10 km südöstlich von Wolfenbüttel
Sehr stark verkürzte Vorgeschichte der Asse:
Von1967 bis 1978 wurden in riesigen Hohlräume aus dem ehemaligen Salzabbau 109.715
Fässer schwachradioaktiver Abfälle, rund 16.072 Behälter mit mittelradioaktivem Atommüll
und auch chemotoxische Stoffe wie hochgiftiges Arsen eingelagert. Die Asse wurde so
zum ersten deutschen unterirdischen Versuchs-Endlager für Atommüll, obwohl der
Bevölkerung wahrheitswidrig nur ein Forschungsbergwerk vorgegaukelt wurde.
Erst zum 1. Januar 2009 wurde die Asse dem Atomgesetz und den für Endlager
zuständigen Behörden (Bundesumweltministerium und Bundesamt für Strahlenschutz BfS)
unterstellt.
Dezember 2010 im Foyer des Kreishauses Goslar:
Wanderausstellung zur Asse 2 des Vereins "aufpASSEn" e.V. für 3 Wochen auf Initiative
des LINKEn Kreistagsabgeordneten Hans-Werner Kihm mit Rahmenprogramm zu sehen.
Seit vielen Jahren – unser LINKEr Bundestagsabgeordneter Victor Perli aktiv für die
Rückholung des Atommülls aus der Asse
6. Oktober 2018 - Dorfgemeinschaftshaus Remlingen:
In ihrer Rede zu 15 Jahren "aufpASSEn" e.V. erinnerte die Vorsitzende Heike Wiegel
daran, dass sich besorgte Bürger in und um Remlingen, dem Standort des
Atommülllagers, sogar schon seit über 30 Jahren in Vorläuferorganisationen für eine
sichere Zukunft für ihre Kinder und Enkel engagieren.
Heike Wiegel betonte, was die AktivistInnen mit großer Unterstützung der Bevölkerung
bisher erreicht haben:
Wir haben erreicht, dass der Schacht Asse II nicht geflutet wurde oder besser
gesagt, dass er bisher nicht geflutet wurde.
Wir haben erreicht, dass der
Optionenvergleich erstellt wurde, um die bessere Lösung für die Asse zu finden.
Wir
haben erreicht, dass Asse II unter das Atomrecht gestellt wurde und die
Rückholung ist im Atomgesetz eingetragen.
Die Vorsitzende von
"aufpASSEn" e.V. kritisierte aber auch heftig eine Art Stillstand und
ständige Umstrukturierungen in den Behörden und in der „Asse 2 Begleitgruppe“, wo auch
die Bürger beteiligt sind: „
Das alles kostet wertvolle Zeit und viel Geld.“
Heike Wiegel sagt zum inzwischen auch schon wieder
ehemaligen Betreiber Bundesamt
für Strahlenschutz BfS in Salzgitter - Lebenstedt:
„Das BfS hat 2009 den Schacht Asse II übernommen ... Der Strahlenschutz im Schacht
wurde verbessert und die Verfüllmaßnahmen mehr und mehr umgesetzt. ... Eine
Ausführungsplanung, wie die Rückholung tatsächlich erfolgen soll, ist noch lange nicht in
Sicht. Die Bergetechnik ist bis heute nicht erprobt und nicht einmal in Auftrag gegeben,
doch gerade die Fernsteuerung muss doch vorher getestet werden. ...
Immer wieder
wird das Bauen des neuen erforderlichen Schachtes für die Rückholung in die
Zukunft verschoben, mit den Begründungen, dass weitere Untersuchungen
erforderlich wären
. Die Pläne liegen in der Schublade - sie könnten anfangen. ...
Wir
stehen nach wie vor bei der Rückholung noch am Anfang.
Ob dieses
Schneckentempo so weiter geht, oder ob sich dies mit dem neuen Betreiber, der BGE -
der Bundesgesellschaft für Endlagerung,
ändert?“
Heike Wiegel fragt auch:
Ist die Rückholung von der Politik und dem Betreiber noch ernst gemeint?
Der Verein
"aufpASSEn" e.V.
fordert zum erforderlichen Zwischenlager einen
 
größeren Abstand als die bisher zugestandenen 1 km vom Zwischenlager bis zu
den Häusern, Schule, Kindergarten, also dort wo Menschen lebten. 4 km seien eine
größere Sicherheit, was die BfS-Störfallbetrachtung bewiesen hätte.
Zum Schluss in ihrer Rede formuliert Heike Wiegel folgende Erwartungen
an den
neuen Betreiber, die BGE, die Bundesgesellschaft für Endlagerung und auch an die BGZ,
die Bundesgesellschaft für Zwischenlager
u.a.:
- dass die Rückholung des Atommülls schnellstens auf den Weg gebracht wird.
- dass die Anreicherung von radioaktiven Nukliden in Bäumen (Baumscheiben) u. in
Teichen der Umgebung untersucht wird.

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