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csm Newsletter KW 27 91cd3a8c2bIn jeder Krise steckt die Chance, etwas grundlegend zu verändern. Mit ihrem aktuellen Konjunkturprogramm verzichtet die Bundesregierung darauf, sozial- und klimapolitisch neue Wege einzuschlagen. Die Große Koalition will stabilisieren, nicht reformieren - und setzt dabei vollkommen falsche Prioritäten. So pumpt der Staat bis zu 10 Milliarden Euro in neue Rüstungsprojekte,, und damit mehr als im Paket für Familien und Bildung vorgesehen ist. Pflegekräfte und kinderlose Leistungsbeziehende gehen hingegen leer aus.

Bernd Riexinger zeigte sich in der Pressekonferenz enttäuscht von den Plänen der Bundesregierung: "Es wurde eine Chance versäumt, einen nötigen sozial-ökologischen Umbau einzuleiten." Es sei ein großer Fehler, die Milliardenhilfen für Wirtschaft und Industrie nicht an soziale Bedingungen zu knüpfen. Dabei wäre es wichtig gewesen ein Signal zu senden, für den Umbau der Wirtschaft im Sinne der Arbeitsplatzsicherheit und des Klimaschutzes. | Video auf YouTube

Die Besteuerung des Großkapitals und der "kleinen Leute"

Die Konzerne:

Wie kann von 1,9 Milliarden jegliche Spur fehlen? Buchprüfungsexperten sagen zum Fall Wirecard:

«Das liegt außerhalb des Vorstellbaren»

Fachleute sind perplex, wie beim deutschen Zahlungsdienstleister ein Viertel der Bilanz-summe verschwinden konnte. Allerdings gab es in den vergangenen Jahren eine Reihe von Warnzeichen. Es stellt sich zudem die Frage, ob die Buchprüfer von EY (Ernst & Young) genau genug hingeschaut haben.

Ein solcher Fall liege außerhalb des Vorstell-baren, sagt Peter Leibfried vom Institut für Accounting, Controlling und Auditing der Universität St. Gallen. (…) Für Carola Rinker gab es etliche Warnsignale dafür, dass tatsächlich etwas mit der Bilanz von Wirecard nicht stimmte. Die selbständige Unternehmens-beraterin aus Freiburg im Breisgau hat sich auf Bilanzanalyse und Bilanzfälschung spezialisiert. Besorgnis-erregend sei die Verschiebung der Veröffentlichung des Geschäftsberichts bereits im Jahr 2019 gewesen. In diesem Jahr hatte Wirecard dann die Veröffentlichung sogar vier Mal verschoben, und auch die Ergebnisse einer Sonderprüfung von KPMG waren zuvor nicht zum ursprünglich anvisierten Termin bekannt-gegeben worden. (…) Quelle: www.nzz.ch 23.6.20

Welche Rolle spielen die Finanzämter dabei? Auszug aus einem Aufsatz von Prof. Werner Rügemer, August 2013, veröffentlicht von   https://arbeitsunrecht.de/deep-lobbying_die-unterwanderte-demokratie/ nach Rückzug einer Klage.

Deep lobbying:

Die unterwanderte Exekutive

Vorbemerkung von Helmut Meer:

Gewerbebetriebe, insbesondere Großbetriebe und Konzerne werden jedes Jahr von steuer-lichen Betriebsprüfern überprüft. Diese Finanz-beamten nehmen dabei vor Ort die Buch-prüfung vor.   Wegen des umfangreichen Aktenmaterials und der andauernden, lang-wierigen Arbeit hatten diese Betriebsprüfer früher mal dauerhaft ein Büro in der jeweils zu prüfenden Konzernzentrale, damit nicht fortlaufend Unmengen von Akten zwischen dem Konzern und dem Finanzamt hin und her transportiert werden mussten. Die dortigen Büros im Konzern waren sozusagen Exklaven des Finanzamtes. Die Aktenprüfung vor Ort ist selbst-verständlich eine hoheitliche Aufgabe der Finanzbehörden, es geht dabei um Milliardenbeträge.

Wikipedia.de: Die Außenprüfung ist im Bereich des Steuerrechts eine – von der Finanzbehörde im Außendienst vorzunehmende – Gesamtüber-prüfung steuerlich relevanter Sachverhalte. Die Außenprüfung dient der Ermittlung, Prüfung und Beurteilung der Verhältnisse eines Steuerpflicht-igen um die Gleichmäßigkeit der Besteuerung sicherzustellen. Weil eine umfangreiche steuer-liche Überprüfung – neben der Steuerfahndung – den stärksten Eingriff in die Rechte eines Steuerbürgers darstellt, gelten für die Durch-führung besondere Voraussetzungen und Vorschriften.

Das ist nun offenbar Schnee von gestern, denn die genannten hoheitlichen Aufgaben wurden privatisiert. Prof. Werner Rügemer beschreibt nachfolgend die heutige Praxis.  Hier der Auszug aus seinem Aufsatz:

(…) Staatliche „Kontrolle“ durch Private: „Wirtschaftsprüfer“ und Rating-Agenturen

Mit der Finanzaufsicht wurde bereits ein Bereich angesprochen, in dem effektive Kontrolle durch starke ökonomische Abhängigkeiten zwischen Kontrollierenden und Kontrollierten faktisch unmöglich gemacht wird. Der Gesetzgeber geht aber zum Teil noch weiter: Seit Jahr-zehnten werden ureigenste Kontrollaufgaben im Unternehmensbereich sogar vollständig an private Akteure ausgelagert. Und auch wenn sich die dubiosen Insider-Beziehungen längst als hand-fester Nachteil für den Staat und die Gesellschaft erwiesen haben – etwa durch erhebliche Steuer- und Arbeitsplatzverluste –, findet bisher keine Korrektur statt.

Exemplarisch für diese Problematik ist der hoch-sensible Berufszweig der Wirtschaftsprüfer. Ihre Aufgabe besteht darin, die Bilanzen vor allem der großen privatrechtlichen Unternehmen zu prüfen und deren Korrektheit zu testieren. Die Prüfer handeln dabei im staatlichen Auftrag. Ziel der Kontrolle ist unter anderem die Verhinderung gefälschter Bilanzen, die zu Unternehmens- und Wirtschaftskrisen führen können. Diese Form staatlicher Beauftragung wurde bereits nach der Weltwirtschaftskrise 1929/30 – und als Konsequenz aus ebendieser – eingeführt. Anders als anzunehmen wäre, geht die Prüfung jedoch nicht mit staatlichen Vorgaben einher. Ganz im Gegenteil: Den „Prüfern“ wird erlaubt, die Kriterien in auto-nomer Selbstverwaltung zu erstellen, so dass staatliche Kontrolle ad absurdum geführt und gänzlich in die Privatwirtschaft ausgelagert wird.

Mit „Wirtschaftsprüfern“ sind hier vor allem die sogenannten Big Four gemeint: Price Waterhouse Coopers, KPMG, Ernst & Young und Deloitte. Diese haben den deutschen Markt in puncto Bilanz„Prüfung“ seit Jahrzehnten unter sich aufgeteilt. So wird jeder einzelne der 30 deutschen DAX-Konzerne traditionell von einer der vier genannten Firmen geprüft. 

Wirtschaftsprüfer als Berater zur Steuervermeidung

In Wirklichkeit sind die Wirtschaftsprüfer jedoch keine objektive Prüfinstanz, sondern – Aus-nahmen sind immer möglich, aber bisher nicht bekannt geworden – Komplizen der Unter-nehmensleitungen: Denn von ihnen werden sie schließlich bezahlt. Die Wirtschaftsprüfer dürfen nicht nur in vollkommener Eigenregie die Kriterien für die Kontrollen festlegen. Sondern sie verkaufen den Unternehmen weitere hoch bezahlte Dienstleistungen. So agieren die „Prüfer“ etwa auch als Steuerberater und somit vor allen Dingen als Dienstleister in Sachen weltweiter Steuervermeidung. Auf diese Weise wird die ökonomische Abhängigkeit zwischen den Prüfern und den zu überprüfenden Konzernen zusätzlich immens verschärft.

Die Big Four bilden das Rückgrat einer globalen Steuervermeidungs-Industrie. Sie strukturieren zu diesem Zweck mit Hilfe der vier Dutzend noch existierenden Finanzoasen die großen Banken, Konzerne und auch die größeren Mittelständler in verschachtelte Netzwerke um, die von den nationalen Finanzbehörden nicht durchschaut werden sollen. Die OECD bezeichnet das als aggressive tax planning. So tragen die staatlich beauftragten Wirtschaftsprüfer auch zur systemischen Staatsverschuldung bei.

Die Zahl der Falschtestierungen im Auftrag und Interesse der Unternehmensleitungen ist Legion. So wurden die Bilanzen und Buchführungen aller Pleitebanken auch in Deutschland (wie IKB, Hypo Real Estate, Commerzbank) bis zuletzt als korrekt testiert. Auch die Bilanzen von Siemens, Rheinmetall und Ferrostaal, die Schmiergelder im dreistelligen Millionenbereich unter täuschenden Zweckbestimmungen und aus schwarzen Kassen gezahlt haben, wurden als korrekt testiert. Trotz-dem wurden diese mit staatlicher Autorität agier-enden „Prüfer“ bisher nie straf- und zivilrechtlich belangt.

Eine vergleichbare Struktur findet sich auch bei Ratingagenturen wie Standard & Poor’s oder Moody’s und Fitch. Auch sie handeln im staat-lichen Auftrag und sollen als objektive Wächter die Bonität von Kreditnehmern, Wertpapieren und Staaten beurteilen. Die übrigen Marktteilnehmer sind dabei verpflichtet, sich nach ihren Benot-ungen zu richten. Dieser staatliche Auftrag ist in zahlreichen Gesetzen und Verordnungen fest-geschrieben. Die Kriterien der Benotungen werden aber auch hier nicht vom Staat vorge-geben, sondern der Selbstverwaltung der Agen-turen überlassen. Dabei sind auch sie nichts anderes als private Unternehmen, die im Interesse ihrer Eigentümer handeln. Diese Eigentümer sind die heute wichtigen Finanzakteure wie Hedge-onds, große Vermögensverwalter, Versicherungen und Investmentbanken. So agieren die einseitig privatwirtschaftlich gebundenen Notengeber faktisch als Mitregenten, ohne sich als Lobbyisten bezeichnen zu müssen und als solche auf den ersten Blick erkennbar zu sein. (…) 

 

Die Rentenbesteuerung:

 

Zu viele Dinge sind für Arbeitnehmer und Rentner in den letzten Jahren von den unterschiedlichen Regierungen drastisch verschlechtert worden!

 

In den letzten Jahren musste ich mich mit den verschlechterten  Arbeitsbedingungen als Lohnsteuerbeauftragter beschäftigen. Die Para-grafen 3, 10 und 32 b  EStG – wurden geprüft und dabei festgestellt, dass  da einiges nicht stimmt -  und zum Nachteil der Arbeitnehmer*innen und Rentner*innen abgerechnet worden ist.

Bei all diesen Dingen habe ich die nachfolgenden Grundsätze beachtet:

-          Unzulässig ist eine Doppelversteuerung  und ebenfalls unzulässig

-          Die Doppelverbeitragung von Sozialversicherungsbeiträgen.

 

Gerade in Corona Zeiten wird dies besonders wichtig für Arbeitnehmer*innen  und Rentnern*innen hinsichtlich des Verhaltens bei der Abfassung und Behandlung von Einkommenssteuerbescheiden und vorherigen  Steuererklärungen. Aber auch der Staat hat seine Steuer- und Sozialgesetze diesen Grundsätzen unterzuordnen. Hier nun das Verhalten in Einzelthemen:

 

1.     Vorbemerkungen:  Bestimmte Sozial-leistungen werden steuerfrei gewährt. All diese Zahlungsarten sind in § 3 des Ein-kommenssteuergesetzes (EStG) enthalten.

2.     Trotzdem haben die Regierungen den § 32 b EStG ausgebaut, um zusätzliche Steuern von Arbeitnehmern und Rentnern für Einmal-zahlungen und Sozialbeiträge zu erhalten. Dies ist nicht zulässig!

3.     Krankengeld ist vom versteuerten Teil des Nettogehalts auszurechnen. Es noch einmal über § 32 b EStG zu versteuern ist nicht zulässig  (Doppelversteuerung und Doppel-verbeitragung ). Deswegen ist  gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen. Bei Ablehnung Finanzklage einreichen!

4.     Die Regierungen haben ab 2010 die Absetzbarkeit von Krankenkassenbeiträgen und Pflegeversicherungsbeiträgen neu geregelt. Dabei ist im Ergebnis auch festgelegt worden, dass Arbeitslosenversicherungs-beiträge und andere Beiträge und Umlagen nicht mehr als „sonstige Vorsorgekosten“ gemäß § 10 EStG steuerlich abgesetzt werden können, weil durch die Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträgen die gesetzlich vorgesehenen Höchstbeiträge  (1900 € im Kalenderjahr)  überschritten wurden  - dabei wurde aber geregelt, dass immer vom Grund-satz  her die tatsächlichen Kosten  der Basis-kosten  steuerlich abgesetzt werden können – dabei wird im Ergebnis erzielt, dass die Arbeitslosengeldbeiträge, sonstige Versicherungsarten und Umlagen  des Arbeitnehmers für die VBL Zusatzversorgung nicht mehr steuerlich abgesetzt werden können – sie bleiben versteuert und dürfen nicht noch einmal über § 32 b EStG  versteuert werden.

5.     Wer also Krankengeldzahlungen,  Arbeits-losengeld, Insolvenzgeld, Kurzarbeitergeld oder VBL Betriebsrente bekommen  hatte , sollte gegen den Steuerbescheid Einspruch beim jeweiligen Finanzamt einlegen – dies ist Doppelverbeitragung. Wird sie vom Finanz-amt abgelehnt, dann Klage vor dem Finanz-gericht  erheben.

6.     Wer Witwenrente oder Witwerrente durch einen neuen Bescheid erhält, sollte warten und prüfen, ob das eigene Entgelt oder Rente von Brutto auf Netto richtig umgerechnet worden sind – dabei wird erkannt, dass der Gesetz-geber einen zu niedrigen Pauschalabschlag angesetzt hat. Gegen die Berechnung der Witwenrente oder Witwerrente ist Einspruch bei der Rentenversicherung einzulegen – bei Ablehnung  Klage beim  Sozialgericht  einlegen.                                                            Vom Grundsatz her haben auch bisherige Witwen / Witwer, deren Bescheid schon lange her ist, können unter Umständen eine Neuberechnung der Witwen / Witwerrente beantragen.

7.     Mutterschaftsgeld wird ebenfalls doppelt versteuert. Hierbei ist zu beachten, dass das Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse zu einem kleinen Teil getragen wird – zusätzlich gibt es eine Zuschuss zum Mutterschaftsgeld – er ist vom Arbeitgeber zu tragen – dieser Arbeitgeber  hat einen Anspruch auf Aus-gleich durch die Sonderkassen für Arbeit-geberausgleiche der Krankenkassen. Und wenn nun dieser Betrag durch die Arbeit-nehmerin noch einmal gemäß §32 b EStG teilversteuert werden muss,  ist dies nicht in Ordnung. Was sind das für Parteien, die den Müttern noch Geld wegnehmen! Auch dabei sind die Grundsätze der Doppelversteuerung nicht beachtet worden!

8.     Die gesetzliche Rente ist an sich ohne Sozialbelastung zu zahlen – aber hier war der Gesetzgeber der Ansicht, dass Rentner*innen  belastet werden sollten – deshalb wurden dort zu hohe Krankenkassenbeiträge und volle Pflegeversicherungsbeiträge erhoben.  Weil Arbeitnehmer aus der Vollarbeit heraus für das Entgelt  auch die Beiträge an die DRV abführt – ist durch die erneute Abrechnung von Sozialversicherungsbeiträgen die „unzu-lässig Doppelverbeitragung“ eingetreten. Dagegen ist Einspruch beim Rentengeber notwendig – bei Ablehnung ist eine  Klage über das Sozialgericht einzureichen.

9.     Auch Betriebsrenten werden mit Sozial-versicherungsbeiträgen belastet – auch dies wollte die Regierung. Auch hier sind  Sozialgesetze extra geändert , um Arbeit-nehmer zu belasten.  Dies allein ist nicht zulässig – auch nicht vom Gesetzgeber.

Wenn der aktive Arbeitnehmer zu seiner Betriebsrente Beiträge oder Umlagen zahlen muss, dann muss sich das bei der Auszahlung der Betriebsrente auswirken. VBL Rentner haben – und auch ihr Arbeitgeber – die Umlagen  versteuert und verbeitragt.  Gegen die VBL ist Klage erheben, insbesondere auch für die falschen Angaben  gegenüber dem Finanzamt.

10.   Hier ist gegen die VBL zu klagen, weil es keinen Ertrag bei der VBL Rente gibt – die VBL hat unsauber gehandelt  und versteuerte und verbeitragte Umlagen als Ertrag umdeklariert und der Finanzverwaltung gemeldet  - also eine falsche Bescheinigung über Ertrag an das Finanzamt abgegeben. Hier ist die VBL oder Pensionskasse zu verklagen.

11.   Einen Rentenpunkte erhalten all jene, die im Jahre 2020 ein Jahresbruttoentgelt von 40.551 € ( monatlich 3.379 € ). Damit wird deutlich, dass das gesamte Rentenrecht von Besser-verdienern gemacht worden ist. Normal-verdiener oder Niedrigverdiener werden mit dem Teil eines Entgeltpunktes  für die Rente bedient und sind auf Sozialhilfe angewiesen.

12.   Der Rentenwert wird zu niedrig berechnet. Beiträge für die Riester – Rente werden mit 4 % belastend eingesetzt – dabei ist Riester ein Produkt der SPD, dass  nicht nur sozialstaats-widrig ist, sondern auch nur  von  ca 25 % der Riesterberechtigten in Anspruch genommen wird. Auch der Arbeitnehmerbetrag zu Rentenversicherung von 9,3 % wird belastend eingesetzt.

 Wie können wir dagegen arbeiten? Wenn ab Juli 2020 oder am Ende des Monats eine Rentenerhöhung von der DRV bekannt gegeben wird – ist Einspruch gegen den Renten-Bescheid einzulegen wegen, weil unrealistische Werte für den Faktor der Rentenerhöhung genommen wurden.

13.   Riester hat für sehr viel frühere Rentner zu deutlich niedrigeren Rentenerhöhungen geführt ( es gab sogar mehrere Rentenrunden zu 0 % Steigerung ) . Alle wissen, dass Riester ein Flop war und ist – aber niemand sollte glauben, dass die Regierung darauf kommen wird, alle Renten für die damalige Zeit wieder zu erhöhen – jetzt sollte doch eine Rentenerhöhung kommen. Daran sollten wir die Regierung erinnern.

 

Wolfgang Ebensen,  26.06.2020         Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vorsitzender der ehemaligen Gewerkschaftsbeschäftigten in Niedersachsen

 

 

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von: Helmut Meer, Steuerbeamter i.d.R.

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22 KW 2020 NewsletterDafür werden die Krankenschwestern sicherlich Verständnis haben: Da die Bundesregierung die angeschlagene Lufthansa „retten“ muss und die Automobilhersteller sich mit ihrem dreisten Wunsch nach einer „Kaufprämie“ für Neuwagen Medienberichten zufolge auch durchsetzen werden, ist von der „Corona-Prämie“, die Jens Spahn vor einigen Wochen großspurig angekündigt hat, nicht mehr die Rede. Stattdessen fließen die – noch gar nicht vorhandenen – Steuermilliarden nun einmal mehr über Dividenden in die Taschen der Großaktionäre. Da freut sich nicht nur das Geschwisterpaar Klatten/Quandt, sondern vor allem die Wall Street, gehören die meisten Konzerne, denen nun Milliardengeschenke auf dem Silbertablett gereicht werden, doch mehrheitlich Finanzkonzernen wie BlackRock und Vanguard. Braucht es noch mehr, um die Charakterlosigkeit der Regierenden offenzulegen? Von Jens Berger/Nachdenkseiten.

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Nachtrag Sahra Wagenknecht: 

"Wenige Tage nach der Einigung über die „Rettung“ der Lufthansa mit Steuergeldern sind heute neue Schreckensmeldungen in der Presse zu lesen: 22.000 Vollzeitstellen, beziehungsweise 26.000 Arbeitsplätzen drohen bei der Lufthansa die Streichung, die Hälfte davon in Deutschland. Zahlreiche Start- und Landerechte müssen zudem abgegeben und die Flotte verkleinert werden. Ich frage mich: Wozu springt der Staat mit neun Milliarden Euro ein, wenn nicht, um essenzielle Infrastruktur und Arbeitsplätze zu sichern? Es darf nicht sein, dass mit Steuergeldern die Dividenden der Aktionäre „gerettet“ werden, nicht aber die Beschäftigten und notwendige Verkehrsinfrastruktur.
Und doch ist genau das in dieser Krise wieder einmal das Muster: Investoren und Superreiche werden auf Kosten der Allgemeinheit geschützt, während die Ärmsten durchs Raster fallen und die Bürgerinnen und Bürger die Zeche zahlen sollen. So war es 2008/2009 in der Finanzkrise und so schaut es nun auch wieder aus."

Die Lobby-Forderung nach einem „Belastungsmoratorium“ ist nicht neu, doch in der Corona-Krise ertönt sie nun besonders laut. Wirtschaftsverbände wie BDI und BDA fordern die Politik aktuell auf, jegliche „Belastungen“ für Unternehmen angesichts der momentanen Krise nun doch mal lieber sein zu lassen.

Im Klartext heißt das: Regeln und Vorschriften für Unternehmen und die solidarische Finanzierung des Gemeinwesens sollen laut den Wirtschaftsverbänden nun erstmal hintenan stehen. Denn diese – so heißt es - würden die Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stark belasten und die unternehmerische Freiheit beschneiden.

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Erst hielt das Verkehrsministerium die Vereinbarung geheim, nach unserem Druck hat es sie jetzt herausgegeben: Wir veröffentlichen die Absprache, mit der Verkehrsminister Scheuer die Privatisierung der PKW-Maut umsetzen wollte.

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Der Bundestag ignoriert mit dem zweiten Pandemieschutzgesetz den Datenschutz. Das Justizministerium schweigt. Heiko Maas beweist tiefschwarzen Humor - Ein Kommentar

Dann wird man lächelnd vor die Kamera treten und so etwas sagen wie "Wir begrüßen, dass wir jetzt Rechtssicherheit haben. Das schafft gesellschaftlichen Frieden." Und dann wird das, was ohnehin kaum ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt ist, auch schon wieder vergessen sein. Keiner wird die Verantwortung für das tragen müssen, was am vergangenen Donnerstag im deutschen Parlament, dem "Herzen der Demokratie", geschehen ist. Und weil keiner die Verantwortung dafür wird tragen müssen, konnte es auch nur geschehen.

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UmtriebSeit vielen Wochen begleitet mich nun dieses Virus in meinem Job, in meinem Alltag, in meiner Freizeit – und in meinen Gedanken. Wahrscheinlich geht es vielen Leserinnen und Lesern der NachDenkSeiten ähnlich. Deshalb finden Sie hier ein paar zentrale, persönliche Beobachtungen – aufgelistet ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Ausgewogenheit. Möglich, dass Sie sich in der einen oder anderen wiederfinden. Anette Sorg.

Ein Mensch, der in dieen Zeiten - zumindest mir - aus dem Herzen spricht. Ein wahnsinnig lesenswerter Artikel ! Danke Anette!

https://www.nachdenkseiten.de/?p=60586