Montag, 22 Februar 2021 09:33

Online Lesung zum Internationalen Frauentag

 

Online Lesung am Internationen Frauentag 8. März 2021

 Starke Frauen in Goslar

 

Am Sonntag, den 07. März bietet die Partei Die Linke in Goslar im Rahmen des Internationalen Frauentags eine digitale Veranstaltung an. Petra Stolzenburg, Kreisvorsitzende, liest zwei Biographien aus der Buchreihe Goslarsches Forum „Starke Frauen in Goslar“ vor.

Die „Zoom“ – Lesung beginnt um   11 Uhr, einloggen ist ab 10.45 Uhr möglich und dauert ca. eine Stunde. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen und Ideen für ein frauenfreundliches Goslar im Hinblick auf die Kommunalwahl im September zu formulieren. Interessierte Frauen melden sich vorab

per E-Mail bis zum 05. März unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

Per Mail wird dann ein Link verschickt, der am Veranstaltungstag lediglich angeklickt werden muss.

 

Wir wollen kein Zurück in die alte Normalität – wir können eine bessere Zukunft für alle schaffen. Her mit dem ganzen Leben: Brot und Rosen!

 

LINKE Feministische Forderungen in Zeiten der Pandemie

 

Frauen sind in den systemrelevanten Versorgungsbereichen wie (Lebensmittel)-Handel und im Gesundheitsbereich oder im Homeoffice unabkömmlich. Die öffentliche Versorgungslücke ist jedoch insbesondere auf ihren Rücken abgeladen worden. Mehrheitlich tragen sie wegen fehlender gleichberechtigter Aufgabenverteilung die Mehrfachbelastungen alleine, während sie mit geringerer Bewertung und Bezahlung ihrer Arbeit und Altersarmut konfrontiert sind.

Es ist anzunehmen, dass die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie Frauen unzumutbare Härten abverlangen werden, zusätzlich zu den bekannten.

 

Nachfolgend ein Auszug aus der Resolution der feministischen Linken

  1. Armut überwinden – konsequent feministisch
  • Wer hat, der gibt: Vermögensabgaben und -steuern zur Krisenbewältigung.
  • Eine armutsfeste und sanktionsfreie Mindestsicherung sowie eine solidarische Mindestrente. Rentenlücke zwischen den Geschlechtern (Gender Pension Gap) schließen.
  • Lohnfortzahlungen für Familien mit Kindern, insbesondere Alleinerziehende, sowie für Menschen, die privat Pflegearbeit leisten, im Falle eines Lockdowns bzw. einer Quarantäne.
  • Überprüfung tariflicher Eingruppierung auf systematische Schlechterstellung von Frauen.
  • Ausbau barrierefreier digitaler Angebote in Schulen und öffentliche Einrichtungen sowie eine Ausstattung aller Familien mit schulpflichtigen Kindern mit mobilen Endgeräten.
  1. Geschlechtsspezifische Gewalt bekämpfen
  • Konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention (Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt).
  • Ausbau und finanzielle Absicherung der Gewaltschutzhilfen unter Berücksichtigung von digitaler Gewalt, bedarfsgerecht auch für besonders verletzbare Gruppen, wie zum Beispiel geflüchtete Frauen und LSBTIQ*.
  1. Eine Gesundheitsversorgung für alle und körperliche Selbstbestimmung
  • Schwangerschaftsabbrüche legalisieren und diesbezügliche Rechtsnormen raus aus dem Strafgesetzbuch.
  • Bundesweite Versorgung von Schwangerschaftsabbrüchen gewährleisten sowie Informationen barrierefrei und mehrsprachig bereitstellen.
  • Kostenübernahme von Verhütungsmitteln und Schwangerschaftsabbrüchen durch die Krankenkassen.
  1. Massive Aufwertung der professionellen Sorgearbeit und aller lebensrelevanten Berufe sowie eine gesellschaftliche Umverteilung der unbezahlten Sorgearbeit
  • Mehr Zeit zum Leben: Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
  1. Das soziale Miteinander stärken
  • Lokale (Hilfs-)Projekte finanziell und institutionell absichern, um der Vereinsamung und Vereinzelung in Zeiten der Pandemie entgegenzusteuern.
  • Förderung und Ausbau gemeinnütziger und öffentlicher Räume in Stadtteilen und Dörfern zum Zusammenkommen in Corona Zeiten.