Montag, 22 Februar 2021 09:27

Linke plädieren für höhere Corona-Hilfen

Wolfenbüttel/Harz. Arbeitnehmer in Kurzarbeit sollen mindestens 1200 Euro monatlich erhalten. Das hat „Die Linke“ im Bundestag beantragt. Sie unterstützt eine Forderung der Gewerkschaften Verdi und Nahrung-Genuss-Gaststätten für ein branchenunabhängiges Mindestkurzarbeitergeld in dieser Höhe.


Beschäftigte mit geringen Einkommen sollen besser vor den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie geschützt werden. „Für sie kann die Corona-Krise zur Existenzkrise werden. Das kann und muss die Politik verhindern“, sagt der Linken-Bundestagsabgeordnete, der auch für Kommunen des Landkreises Goslar zuständig ist. Generell solle das Kurzarbeitergeld auf 90Prozent des Netto-Gehalts angehoben werden. Deutschland bilde mit zunächst 60 beziehungsweise 67 Prozent Kurzarbeitergeld das Rücklicht im europäischen Vergleich.


„Vor allem das Gastgewerbe, das die Bereiche Beherbergung und Gastronomie umfasste, sei in besonderer Weise vom Lockdown betroffen. Die Gehälter der Beschäftigten seien ohnehin „ausgesprochen niedrig“. Der mittlere Lohn für Vollzeitbeschäftigte liege bei nur 2036 Euro brutto. Bei einem hundertprozentigen Arbeitsausfall ergibt sich daraus ein Kurzarbeitergeld von 900 Euro, berichtet Perli. Um bei voller Kurzarbeit über 1000 Euro zu bekommen, müssten Beschäftigte mindestens 2.450 Euro brutto verdienen. Von einem Mindestkurzarbeitergeld würden auch Beschäftigte in Dienstleistungs- und Pflegeberufen profitieren.