Dienstag, 15 September 2020 15:05

Renten rauf statt Altersarmut

Vortrag und Diskussion mit Matthias W. Birkwald,
Rentenpolitischen Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag
Donnerstag, 22. Oktober 2020, 18:00 Uhr,
Begegnungsstätte Oker, Talstraße 3
38642 Goslar - Oker

 

 

Mit einem Foto, auf dem ein flaschensammelnder Rentner zu sehen war, startet Birkwald seinen Vortrag. Eine Politik, bei der alte Menschen noch Flaschen sammeln müssen, sei unwürdig.

Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag bei langjährigen Versicherten mit 35 Beitragsjahren betrug vor 18 Jahren 1021 Euro. 2018 sank er um neun Prozent auf 929 Euro. Um die Preissteigerungen seit 2000 auszugleichen hätte 2018 eine durchschnittliche Rente 1345 Euro statt 929 Euro betragen müssen, was einem Wertverlust von 464 Euro entspreche.

Nicht zuletzt deshalb kämpft DIE LINKE für den Dreiklang: Gute Arbeit, Gute Löhne und Gute Rente.

Angst, dass Kinder zahlen müssen

Doch immer mehr Altersrentner und -rentnerinnen seien auf Grundsicherung im Alter und Wohngeld angewiesen. Er beziffert den Anstieg der Betroffenenzahl seit 2003 um 116 Prozent, von 257 000 auf 556 000 im Jahr 2019.

Bei den vielen Talkshows falle auf, dass die Gäste zum Thema Rente nie über Zahlen reden würden. 62 Prozent aller Menschen, die eigentlich Grundsicherung im Alter beantragen könnten, täten das nicht.

Ein Teil wisse es nicht, ein Teil wolle es nicht und schäme sich und wieder andere hätten Angst davor, dass ihre Kinder etwas davon zurückzahlen müssten. Doch immer mehr Altersrentner und -rentnerinnen seien auf Grundsicherung.